Warum gibt es Kriegsdienstverweigerung?
Die Wehrpflicht ist ein staatlicher Zwang, der Menschen verpflichtet, Militärdienst zu leisten – notfalls durch das Töten anderer Menschen. Die Mütter und Väter des Grundgesetzes haben erkannt: Niemand darf gegen sein Gewissen zu solchem Handeln gezwungen werden.
Kriegsdienstverweigerung ist kein „Drückebergerei" und kein „Ausweg" – sie ist ein fundamentales Menschenrecht, das die Würde des Einzelnen schützt. Wer aus Gewissensgründen keine Waffe gegen Menschen richten will, verdient Respekt, nicht Verdächtigung – und schützt damit auch das Recht jedes Einzelnen auf Leben und körperliche Unversehrtheit.